ISATIS TINCTORIA – DER FÄRBERWAID

Wir machen in Kräuter und Wolle – und warum machen wir am Montag blau?

Kleidungsstücke, welche mit Färberwaid gefärbt wurden, kamen zunächst mal „unblau“ aus der gärenden Färberbrühe und wurden erst durch die Trocknung blau. In dieser Zeit konnte man nichts tun, sondern durfte einfach nur warten.

Für die richtige Gärung, wurde den Küpen (Holzbottichen) Urin und Kuhmist zugesetzt. Am Sonntag, dem einzig freien Tag früher, war es seit jeher Brauch, nach dem Besuch der Schenke und des genossenen Bieres, den Küpen der Färber einen Besuch abzustatten und dem natürlichen Drang seinen Lauf zu lassen – so konnte am „Montag blau gemacht“ werden.

Der namengebende Kreuzblütler vereint wie kaum eine andere Pflanze die zwei Komponenten von Isata: